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Wie
testen?
Es
gibt eine Vielzahl von Tests, die man zur Festlegung der Intelligenz,
zum Vorliegen von Teilleistungschwächen, Konzentrationsproblemen,
Wahrnehmungsstörungen etc. anwendet (eine kurze Vorstellung von häufig
angewandten Tests gibt es hier).
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Bei
der ADS-Testung sollte grundsätzlich immer ein IQ-Test
mitgemacht werden; dies gilt umgekehrt genauso.
Ein solcher Test sollte ausschließlich von einer testdiagnostisch
erfahrenen Person durchgeführt werden, die sich sowohl mit Hochbegabung
als auch mit ADS auskennt. |
Bei
der Auswertung eines Intelligenz-Tests bekommt man häufig - wenn
überhaupt - nackte Zahlen um die Ohren geworfen, mit denen man nichts
anfangen kann.
Will
man die Auswertung eines Intelligenz-Tests richtig einordnen, muss man
wissen, wo der allgemeine Durchschnitt liegt.
Hierzu können wir die "Gauß'che Normalverteilung", eine Übersicht über
die durchschnittliche Verteilung der Intelligenz der Gesamtbevölkerung,
heranziehen.
Die Gauß'che Normalverteilung ist eine Kurve, die in ihrer Spitze z. B.
den Wert 100 beschreibt, wenn ein Test mit IQ-Skala (Beispiel: HAWI) verwendet
wurde.
Andere
Tests geben den Prozentrang (d2) an, es gibt Tests mit Centil-Skala (PSB)
oder T-Skala (AID).
Gehen
wir von einem Test aus, der mit IQ-Skala misst:
Die
Kurve beginnt links unten bei einem Wert von ca. 70 (hier liegt die Grenze
zum Schwachsinn, ca. 2 % der Bevölkerung hat einen IQ von 70 oder
weniger, diese werden auf der Grafik jedoch nicht mehr dargestellt) und
verjüngt sich rechts bis zu einem Wert von 130 ...
Einen Wert von 130 und mehr erreicht z. B. nur noch 2 % der Bevölkerung
(auch diese restlichen 2 Prozent finden wir nicht auf der Grafik - die
meisten gängigen Tests sind oberhalb des Wertes 130 zu ungenau).
Ein IQ von 100 ist demnach der durchschnittliche Wert der Gesamtbevölkerung.
Das heißt mit anderen Worten, auf 100 Einwohner kommen insgesamt 2, die
überdurchschnittlich intelligent, also hochbegabt, sind.
Ein
Beispiel zur Umrechnung von Prozentrang (PR) zum Intelligenzquotient (IQ):
Der durchschnittliche IQ der Bevölkerung liegt bei einem Wert von 100.
Durchschnittlich heißt, dass die Hälfte (50 Prozent) aller Menschen einen
niedrigeren Wert haben.
Schafft jemand nun den Test mit einem Wert von IQ 100, würde in der
Auswertung 50% stehen, denn der Prozentwert sagt aus, wie viele von 100
Personen den Test schlechter abgeschnitten hätten.
IQ 115 = 84 Prozent schnitten schlechter ab; IQ 120 = 89 Prozent schnitten
schlechter ab usw..
Je besser die Aufgaben gelöst werden, um so mehr Testpersonen werden
natürlich "überholt". Mit einem Test-Ergebnis von z. B.
IQ 130 ist das kognitive Leistungsvermögen so hoch, dass man von
100 Personen, die diesen Test auch machten, 97 hinter sich gelassen hat.
Die unterschiedlichen Angaben IQ und PR sind also einfach der Unterschied
zwischen einem Punktwert und einem Prozentrang.
Es
gibt verschiedene Arten von Intelligenz-Tests - verbale und nonverbale
(sprachlich und nicht-sprachlich).
Zur Gruppe der verbalen, "mehrdimensionalen" Tests gehören
Kaufmann-ABC, HAWI und AID. Diese überprüfen in mehreren Untertests
verschiedene handlungsbezogene, sprachliche und nichtsprachliche Fähigkeiten.
Das Ergebnis wird als Leistungsprofil darstellt.
Es ist durchaus möglich, dass die Tests in ihrer Auswertung ein "Zackenprofil"
ergeben. Wenn also ein Test mit z. B. 3 Untertests (die sich wiederum
aus verschiedenen, thematisch zusammen hängenden Aufgabenteilen zusammensetzen)
durchgeführt wurde, so kann Untertest A mit IQ 139 getestet sein,
Untertest B mit IQ 105 und Untertest C mit 89 usw. Aus all diesen Werten
setzt sich schließlich die Basisintelligenz zusammen. Personen,
die in einzelnen Testteilen grottenschlecht abschneiden, können in
anderen Teilen durchaus excellent getestet sein ...
Nähere Angaben sollten jeweils bei der Auswertung des Tests gemacht
werden, da hieraus Höher- oder Minderbegabungen ersichtlich sind.
Weiß man dies, kann man gezielt damit umgehen.
Nonverbale Tests nennt man auch "faire Tests", da es hier keinen
Unterschied zwischen Kulturen oder sozialen Schichten gibt; auch sprachliche
Einschränkungen und Hörbehinderungen sind kein Hindernis für
diese Art von Tests. Das Ergebnis, das anhand von Aufgabenstellungen mit
abstrakten Figuren und Mustern ermittelt wird, gibt das logisch-abstrakte
Denken wider.
Allerdings haben sie beim Einsatz in der klinischen Testdiagnostik (also
auch bei einer ADS-Testung) einen großen Hasenfuß: nonverbale
Tests differenzieren nicht, sie geben keinerlei Auskunft über Stärken
und Schwächen in anderen als logisch-abstrakten Bereichen - und genau
DAS wäre doch so wichtig zu wissen, wenn Probleme beim Kind auftauchen:
Wo muss mein Kind speziell gefördert werden (und zwar sowohl um Schwächen
zu beheben als auch um Stärken weiter auszubauen).
Hier
eine kurze Beschreibung einiger häufig angewandter Tests zur Feststellung
von Intelligenz, Teilleistungsschwächen, Aufmerksamkeistörung,
Wahrnehmungsstörungen etc. (entnommen der "Testzentrale Hogrefe-Verlag,
Göttingen):
Anm.:
Es sollten nur aktuelle Testversionen eingesetzt werden!
Kaufman
Assessment Battery for Children (K-ABC), Deutsche Version (K-ABC)
Individualtest zur Messung von Intelligenz und Fertigkeit bei Kindern
Einsatzbereich: Kinder zwischen 2;6 und 12;5 Jahren.
Das Verfahren:
Die K-ABC ist ein Testverfahren, das Intelligenz und Fertigkeiten auf
der Basis eines neuartigen Konzepts mißt und durch einen verbesserten
Aufbau eine erleichterte und angenehmere Testdurchführung für Kind und
Versuchsleiter ermöglicht. Die Grundlage der K-ABC ist die Definition
der Intelligenz als Fähigkeit, Probleme durch geistiges Verarbeiten zu
lösen, so daß bei der Diagnose der Prozeß der Lösungsfindung und nicht
der Inhalt der Aufgabe im Vordergrund steht. Die Messung intellektueller
Fähigkeiten wird von der Messung des Standes erworbener Fertigkeiten (Lernen
und Wissen) getrennt, um diese unterschiedlichen Bereiche mentaler Leistung
einzeln und im Vergleich miteinander erfassen zu können.
Deshalb ist die K-ABC in vier Skalen gegliedert: "Skala einzelheitlichen
Denkens", "Skala ganzheitlichen Denkens" (als Skalen intellektueller Fähigkeiten),
"Fertigkeitenskala" und "Sprachfreie Skala". Normiert auf der Basis einer
Stichprobe von 3098 Kindern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
(Anm.: 6., teilweise ergänzte Auflage, seit
2001).
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Hamburg-Wechsler-Intelligenztest
für Kinder III (HAWIK-III)
Einsatzbereich: Kinder und Jugendliche von 6;0 bis 16;11 Jahren. Zur Untersuchung
des allgemeinen geistigen Entwicklungsstandes sowie zur Abklärung von
Leistungsstörungen.
Das Verfahren:
Der HAWIK-III ist ein Intelligenztest für die diagnostische Einzelfalluntersuchung.
Erfaßt werden über verschiedene spezifische Untertests (Bildergänzen,
Allgemeines Wissen, Zahlen-Symbol-Test, Gemeinsamkeitenfinden, Bilderordnen,
Rechnerisches Denken, Mosaik-Test, Wortschatz-Test, Figurenlegen, Allgemeines
Verständnis, Symbol-Test, Zahlennachsprechen und Labyrinth-Test) die praktische,
die verbale und die allgemeine Intelligenz im Sinne des Globalkonzepts
von Wechsler. Dies ermöglicht die Darstellung eines Leistungsprofils.
Bearbeitungsdauer: 60 bis 90 Minuten.
(Anm.:
In Anwendung seit 2000)
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Adaptives
Intelligenz Diagnostikum 2 (AID 2)
Einsatzbereich: Einzeltest. Schulpsychologie, Berufs- und Bildungsberatung,
Klinische Psychologie; diverse Fragestellungen bei fremdsprachigen Testpersonen.
6;0 bis 15;11 Jahre und darüber hinaus.
Das Verfahren:
Die Intelligenztestbatterie AID 2 stellt die Revision bzw. Neunormierung
des AID dar, sie dient der Erfassung komplexer und basaler Kognitionen
bei Kindern und Jugendlichen. Zugrunde liegt die pragmatische intelligenztheoretische
Position, möglichst viele Fähigkeiten zu erfassen. Gemessen werden die
verbal-akustischen Fähigkeiten Alltagswissen, Angewandtes Rechnen, Unmittelbares
Reproduzieren-numerisch, Synonyme Finden, Funktionen Abstrahieren, Soziales
Erfassen und Sachliches Reflektieren sowie die manuell-visuellen Fähigkeiten
Realitätssicherheit, Soziale und Sachliche Folgerichtigkeit, Kodieren
und Assoziieren, Antizipieren und Kombinieren-figural, Analysieren und
Synthetisieren-abstrakt; neu sind die Zusatztests Unmittelbares Reproduzieren-figural/abstrakt,
Merken und Einprägen, Strukturieren-visumotorisch. Alle elf Untertests
sowie die drei Zusatztests des AID 2 beruhen auf operationalen Definitionen,
die die gemessenen Fähigkeiten jeweils festlegen. Das umfangreiche Testmaterial
der meisten Untertests erlaubt es, einen weitgestreckten Fähigkeitsbereich
eindimensional zu messen, wobei auf Grund der besonderen, nämlich adaptiven
Testvorgabe teilweise extrem testökonomisch verfahren wird.
Zur globalen Beurteilung der Intelligenz dient die (untere Grenze der)
Intelligenzquantität - zu interpretieren als kognitive Mindestfähigkeit
-, ergänzt um den Ränge der Intelligenz - zu interpretieren als Grad
der Differenziertheit des erfaßten Fähigkeitsspektrums.
Das Diagramm zur Diagnostik von Teilleistungsstörungen ermöglicht ein
entsprechendes Screening in bezug auf ausgewählte Teilleistungsfähigkeiten,
das Beiblatt für Beobachtungen der Arbeitshaltungen dient der qualitativen
Beurteilung des Arbeits- und Kontaktverhaltens bei Leistungsanforderung.
Die Verfügbarkeit auch sprachfreier Instruktionen zu fünf Unter- und zwei
Zusatztests erweitert die Einsatzmöglichkeiten des AID 2.
Bearbeitungsdauer: Für die elf Untertests ca. 30 bis 70 Minuten, für die
drei Zusatztests weitere 10 bis 16 Minuten.
(Anm.:
Seit 2001 in Anwendung)
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CFT
1 - Grundintelligenztest Skala 1
Einsatzbereich:
Kinder von 5;3 bis 9;5 Jahren. Verwendung in Kindergarten, Vorschule,
Grundschule und Sonderschule.
Das
Verfahren:
Der CFT 1 stellt eine partielle Adaptation des «Culture Fair Intelligence
Tests - Scale 1» von R.B. Cattell dar. Der CFT 1 ermöglicht mit seinen
5 Untertests (Substitutionen, Labyrinthe, Klassifikationen, Ähnlichkeiten
und Matrizen) die Bestimmung dieser Grundintelligenz, d.h. der Fähigkeit
des Kindes, Regeln zu erkennen, Merkmale zu identifizieren und rasch wahrzunehmen.
Der Test gibt darüber Aufschluss, bis zu welchem Komplexitätsgrad das
Kind bereits in der Lage ist, insbesondere nonverbale Problemstellungen
zu erfassen und zu lösen. Seit seinem Erscheinen hat sich der Test in
Forschung und Praxis vielfach bewährt. Für die 5., revidierte Auflage
wurde das Handbuch vollständig überarbeitet, u.a. wurden die Normen überprüft
und die Durchführungsanweisungen und Auswertungsbeispiele erweitert. Die
Testhefte wurden durch zusätzliche Beispielaufgaben ergänzt.
Bearbeitungsdauer:
Bei Gruppenuntersuchungen je nach Alter zwischen 45 und 60 Minuten, beim
Einzeltest ca. 30 Minuten.
In 5., revidierter Auflage seit 1997 lieferbar.
(Anm.:
Es handelt sich um einen sogen. "nonverbalen Test", der zu einer
ersten Einschätzung bzw. zur Überprüfung eingesetzt werden
sollte.)
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CFT
20
Grundintelligenztest Skala 2 (CFT 20) mit Wortschatztest (WS) und Zahlenfolgentest
(ZF)
Einsatzbereich:
Kinder und Jugendliche von 8;7 bis 18 Jahren; Erwachsene von 18 bis 70
Jahren (Teil 1); Wortschatz- und Zahlenfolgentest von 8;7 bis 15;6 Jahren.
Verwendung
in der Schullaufbahn- und Berufsberatung, Hochbegabten-Diagnostik, bei
förderdiagnostischen Anliegen sowie bei klinisch definierten hirnorganischen
Störungen (u.a. Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit oder ohne Hyperaktivität).
Das
Verfahren: Der CFT 20 stellt eine Weiterentwicklung des CFT 2 von R. B.
Cattell und R. H. Weiß dar und erfasst das allgemeine intellektuelle Niveau
(Grundintelligenz) im Sinne der Cattell'schen «General Fluid Ability».
Diese kann umschrieben werden als Fähigkeit, figurale Beziehungen und
formal-logische Denkprobleme mit unterschiedlichem Komplexitätsgrad zu
erkennen und innerhalb einer bestimmten Zeit zu verarbeiten. Da dies durch
sprachfreie und anschauliche Testaufgaben geschieht, werden Personen mit
schlechten Kenntnissen der deutschen Sprache und mangelhaften Kulturtechniken
nicht benachteiligt.
Der CFT 20 besteht aus zwei gleichartig aufgebauten Testteilen mit je
vier Untertests (Reihenfortsetzen, Klassifikationen, Matrizen und topologische
Schlussfolgerungen).
Bearbeitungsdauer:
Die Durchführungsdauer liegt für den CFT 20 bei Gruppenuntersuchungen
bei etwa 55 Minuten und für die Kurzform bei ca. 35 Minuten. Der Einzeltest
dauert ca. 10 Minuten weniger. WS ca. 8 Minuten, ZF ca. 20 bis 25 Minuten.
In 4., überarbeiteter Auflage seit 1998 lieferbar.
(Anm.:
Es handelt sich um einen sogen. "nonverbalen Test", der zu einer
ersten Einschätzung bzw. zur Überprüfung eingesetzt werden
sollte.)
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Der
Kramer-Test
Ein Verfahren zur Prüfung der Intelligenz
Einsatzbereich:
Kinder im Alter von 3 bis 15 Jahren. Der Kramer-Test kann zur Erfassung
der intellektuellen Leistungsfähigkeit bei Klein- und Schulkindern und
zur Klärung bei Schulschwierigkeiten eingesetzt werden.
Das Verfahren:
Der Kramer-Test stellt eine wissenschaftliche Erweiterung und Umarbeitung
der Stufenmethode von Binet-Simon für den deutschen Sprachraum dar. Die
Eichungen wurden an mehreren tausend Kindern in Deutschland, Österreich,
Luxemburg und der Schweiz vorgenommen und wissenschaftlich ausgewertet.
Bearbeitungsdauer: Ca. 60 bis 90 Minuten.
(Anm.: Der Kramer-Test ist veraltet (4. Revision: 1972)
und sollte nicht mehr eingesetzt werden).
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Test
d2 Aufmerksamkeits-Belastungs-Test (d2)
Einsatzbereich:
9 bis 59 Jahre. Einzel- und Gruppentest. Verwendung in Berufsberatung
und Eignungsdiagnostik, in der Arbeits-, Betriebs- und Verkehrspsychologie,
in der Klinischen Psychologie, Schulpsychologie und Erziehungsberatung
sowie als Forschungsinstrument (z.B. in der Pharmakopsychologie).
Das Verfahren:
Der Test d2 stellt eine standardisierte Weiterentwicklung der sog. Durchstreichtests
dar. Er mißt Tempo und Sorgfalt des Arbeitsverhaltens bei der Unterscheidung
ähnlicher visueller Reize und ermöglicht damit die Beurteilung individueller
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen. Die vielfältige Absicherung
der Testgütekriterien (Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit),
die einfache Anwendung, der geringe Aufwand an Zeit und Material sind
Ursache dafür, daß der Test d2 zu den am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen
Verfahren in Deutschland gehört und auch im Ausland weite Verbreitung
gefunden hat.
Bearbeitungsdauer: Einschließlich Instruktionen ca. 8 Minuten.
(Anm.:
In 9., überarbeiteter und neu normierter Auflage von 2002)
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Frostigs
Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung (FEW)
Einsatzbereich:
Kinder im Alter zwischen 4 und 9 Jahren.
Das Verfahren:
Der FEW - die deutsche Bearbeitung des Developmental Test of Visual Perception
- erfaßt mit verschiedenen Untertests Grundfunktionen der Wahrnehmung:
Auge-Hand-Koordination, Figur-Grund-Unterscheidung, Formkonstanz und die
Identifikation und Reproduktion von Gestalten.
Der Test kann zur Frühdiagnose von Debilität, Lernbehinderung, Gehörlosigkeit,
Sehbehinderung und Epilepsie eingesetzt werden, die mit der Störung von
Wahrnehmungsfunktionen zusammenhängen können. Ergänzt wurde die 9. Auflage
um Hinweise zum Einsatz des Tests innerhalb
einer nach Frostig-Prinzipien organisierten ganzheitlichen Diagnostik
und Therapie von Lernstörungen.
Bearbeitungsdauer: Ca. 35 bis 45 Minuten.
(Anm.:
9., ergänzte Auflage von 2000
Alternativ: DTVP-2 "Developmental Test of Visual Perception")
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Prüfung
optischer Differenzierungsleistungen (POD)
Einsatzbereich:
Kinder im Alter von 5;0 bis 7;7 Jahren. Einzel- und Gruppentest (Gruppen
von 5 Kindern zwischen 5;0 bis 5;11 Jahren bzw. von 10 Kindern ab 6;0
Jahren).
Verwendung
als Einschulungstest sowie als spezieller Funktionsprüfungs- und Entwicklungstest
in der Förderungs- und klinischen Differentialdiagnostik.
Das
Verfahren:
Der POD ist aus der Notwendigkeit entstanden, ein psychologisches Differentialdiagnostikum
für Vorschulkinder und Schulanfänger zu schaffen. Er basiert auf einer
Analyse der optischen Differenzierungsleistungen, die der Schulanfänger
beim Erfassen von Buchstaben, Ziffern, Wörtern und Zahlen vollbringen
muß. Dabei wird kindgemäßes Material verwendet. Durch vorgeschaltete Übungsaufgaben
ist gewährleistet, daß das Kind die Testanweisung vor Beginn der Untersuchung
verstanden hat. Bei gehörlosen Kindern wird der POD als sprachfreier Test
deshalb mit Erfolg eingesetzt. Zudem können gemäß einem Defizitmodell
leistungsschwache Kinder mit dem POD besonders differenziert beurteilt
werden.
Bearbeitungsdauer:
Der Test ist sehr ökonomisch; die reine Testzeit beträgt 15 Minuten.
(Anm.:
Seit 1979 in Anwendung)
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Letzte
Aktualisierung: 01.04.2005 14:07
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